Herstellungskosten und Umsatzkosten Rechner

Ermitteln Sie modellierte Umsatzkosten aus Beständen, Einkauf, Arbeit und Fertigungsgemeinkosten.

Umsatzkosten (COGS) Rechner

Anfangsbestand

Geben Sie den Anfangsbestand an Rohmaterialien ein

Geben Sie den Anfangsbestand an unfertigen Erzeugnissen ein

Geben Sie den Anfangsbestand an fertigen Erzeugnissen ein

Einkäufe

Geben Sie die im Zeitraum gekauften Rohmaterialien ein

Geben Sie die Frachtkosten für eingehende Materialien ein

Direkte Arbeitskosten

Geben Sie die direkten Arbeitskosten für die Produktion ein

Fertigungsgemeinkosten

Geben Sie die indirekten Arbeitskosten ein

Geben Sie die Betriebskosten der Fabrik ein

Geben Sie die Abschreibungen auf Betriebsausstattung ein

Geben Sie die Kosten für Betriebsbedarf ein

Endbestand

Geben Sie den Endbestand an Rohmaterialien ein

Geben Sie den Endbestand an unfertigen Erzeugnissen ein

Geben Sie den Endbestand an fertigen Erzeugnissen ein

Zeitraum

Wählen Sie den Zeitraum für die Berechnung

Was dieses Werkzeug tatsächlich berechnet

Der Name der Seite lautet „Herstellungskosten“, die Rechenlogik ermittelt jedoch einen vereinfachten Wert für die Kosten der verkauften Waren (Cost of Goods Sold, COGS) beziehungsweise modellierte Umsatzkosten. Sie addiert Anfangsbestände, Materialeinkäufe samt Fracht, direkte Arbeit und vier Arten von Fertigungsgemeinkosten. Anschließend zieht sie sämtliche Endbestände ab. Damit beeinflusst der Warenbestand das Ergebnis: Es ist keine reine Summe der im Zeitraum angefallenen Herstellungskosten.

Das Ergebnisfeld im Formular heißt „Umsatzkosten (COGS)“ und zeigt den oben beschriebenen vereinfachten Umsatzkostenwert. Lesen Sie diesen Wert als vereinfachte Umsatzkosten unter den eingegebenen Annahmen. Der Rechner zeigt außerdem die einzelnen Summen für Anfangsbestand, Einkäufe, direkte Arbeit, Gemeinkosten und Endbestand an. Diese Aufschlüsselung hilft, Eingabefehler zu entdecken und die Änderung zwischen zwei Zeiträumen nachzuvollziehen.

Bestände und Kosten in der Formel

Geben Sie zu Beginn und Ende des ausgewählten Zeitraums jeweils den Wert von Rohmaterialien, unfertigen Erzeugnissen und fertigen Erzeugnissen ein. Alle 13 Geldfelder erwarten endliche, nichtnegative Zahlen in Euro. Die Auswahl monatlich, vierteljährlich oder jährlich benennt den Zeitraum im Ergebnis, verändert aber die Rechenformel nicht. Verwenden Sie für Anfangsbestand, Bewegungen und Endbestand denselben abgegrenzten Zeitraum und eine konsistente Bewertungsbasis.

Der Rechner bildet zunächst drei Zwischensummen: Anfangsbestand = Rohmaterialien + unfertige + fertige Erzeugnisse; Einkäufe = Rohmaterialeinkäufe + Eingangsfracht; Fertigungsgemeinkosten = indirekte Arbeit + Fabrikbetriebskosten + Abschreibungen + Betriebsbedarf. Hinzu kommen die direkten Arbeitskosten. Die abschließende Formel lautet: modellierte Umsatzkosten = Anfangsbestand + Einkäufe + direkte Arbeit + Fertigungsgemeinkosten − Endbestand.

Material, das am Periodenende noch im Lager liegt, wird so von der Summe abgezogen. Gleiches gilt für unfertige und fertige Erzeugnisse. Das Modell fasst diese Bestandsarten zusammen; es führt keine einzelnen Produktionsaufträge, Materialverbräuche oder Verkäufe nach. Eingaben sollten deshalb aus einem abgestimmten Bestands- und Kostenverzeichnis stammen, wenn das Ergebnis für eine interne Auswertung verwendet wird.

Rechenbeispiel mit allen 13 Geldfeldern

Tragen Sie beim Anfangsbestand 100 € Rohmaterial, 50 € unfertige Erzeugnisse und 200 € fertige Erzeugnisse ein. Das ergibt 350 €. Für Rohmaterialeinkäufe und Fracht setzen Sie 500 € und 20 € ein, zusammen 520 €. Direkte Arbeit beträgt 100 €. Als Gemeinkosten geben Sie 30 € indirekte Arbeit, 20 € Fabrikbetriebskosten, 10 € Abschreibung und 5 € Betriebsbedarf ein, zusammen 65 €.

Der Endbestand besteht aus 80 € Rohmaterial, 40 € unfertigen Erzeugnissen und 150 € fertigen Erzeugnissen, also 270 €. Der angezeigte Hauptwert folgt aus 350 + 520 + 100 + 65 − 270 = 765,00 € (im Formular als 765.00 € dargestellt). Ob Sie „Monatlich“, „Vierteljährlich“ oder „Jährlich“ auswählen, ändert diesen Zahlenwert nicht; die Auswahl beschreibt nur, für welchen Zeitraum Sie die 13 Werte eingegeben haben.

Vergleichen Sie die fünf ausgewiesenen Zwischensummen mit Ihren Unterlagen, bevor Sie den Hauptwert weiterverwenden. Insbesondere ist ein hoher Endbestand nicht „verlorener Aufwand“: Im vereinfachten Modell verbleibt er als Bestand und vermindert den der Periode zugerechneten Umsatzkostenwert.

Abgrenzung und Grenzen

Die IFRS Foundation erläutert in IAS 2, dass Vorratskosten unter anderem Anschaffungs- und Umwandlungskosten umfassen und beim Verkauf als Aufwand erfasst werden. Das stützt die grundsätzliche Unterscheidung zwischen Vorratswert und Aufwand für verkaufte Güter. Es bestätigt jedoch nicht, dass diese kurze Eingabemaske eine vollständige Bilanzierung nach IAS 2 oder nach deutschem Handels- und Steuerrecht liefert.

Die Maske berechnet weder Umsatzsteuer noch Wertberichtigungen, außergewöhnlichen Ausschuss, Bewertungsmethoden, nicht produktionsbezogene Betriebskosten oder den tatsächlichen Absatz. Vertrieb und Verwaltung werden nicht gesondert erfasst. Wenn der Endbestand die erfassten verfügbaren Kosten übersteigt, lehnt der Rechner die Eingabe ab. Auch ein nicht endliches Gesamtergebnis wird abgelehnt. Diese Prüfungen ersetzen keine Abstimmung der Bestands- und Kostenunterlagen. Prüfen Sie die Periodenabgrenzung und Bestandsbewertung, statt einen unerwarteten Wert einfach zu übernehmen.

Für Preisentscheidungen kann ein konsistent erfasster Umsatzkostenwert ein Ausgangspunkt sein. Eine Bruttomarge erfordert zusätzlich den Umsatz, den dieser Rechner nicht abfragt. Für Abschlüsse und Steuererklärungen sind die geltenden Rechnungslegungsvorschriften und fachliche Prüfung maßgeblich. Quelle für die genannten Grundsätze zu Vorräten und Aufwand: IAS 2, IFRS Foundation.

Nur zu Informationszwecken; keine Finanz-, Rechts- oder Steuerberatung. Quelle und Modellabgleich zuletzt geprüft: 2026-09-30.